Re: STAPHISAGRIA Teil IX - KLEINIGKEITEN
Geschrieben von am 30. April 2002 00:52:16:
Als Antwort auf: Re: STAPHISAGRIA Teil VIII - PRAXIS geschrieben von Sebastian am 29. April 2002 22:39:20:
Joooo, liebe Leut... das war also Delphinium staphisagria
Viele Dinge noch könnten beschrieben werden zu diesem Wesen. Einige Sachen müssen nun ein bisschen auf der Strecke bleiben, wie die Angst, der Vampirismus, der Delphin (Kerstin?), das Staphisagria-Kind, die körperlichen Symptome und einiges andere mehr.
Ihr solltet nun aber ein Verständnis und vor allem ein Gefühl für dieses Mittel bekommen haben, so dass ihr es euch ableiten könnt, wann z.B. Staphisagria in die Angst gerät usw. Auch solltet ihr das Mittel nun in einer Art und Weise kennen, dass ihr eigentlich nicht mehr repertorisieren müsst, wenn ihr einen Staphisagria-Patienten vor euch sitzen habt und ihn erlebt. So gibt es z.B. für eine vergewaltigte Frau sehr viele Mittel, die in Frage kommen. Es ist aber ganz einfach das Mittel anhand des Gefühls zu bestimmen, ob es sich z.B. um eine Sepia-, um eine Carcinosinum-, eine Vipera- oder eine Staphisagria-Frau handelt. Klar: Die Staphisagria-Frau ist zutiefst in ihrer Würde, in ihrer Ehre verletzt und gedemütigt und das spürt man auch. Sie zieht sich zurück und in ihr kocht es oder es bricht aus ihr heraus in streitbarster Form, vielleicht hat sie sich in den Kopf, ins Intellektualisieren zurückgezogen oder in eine Phantasiewelt. Aber immer spürt man den verletzten Stolz, die Demütigung, die Empörung bei ihr usw..
Die körperlichen Symptome von Staphisagria sind ja in jeder besseren Materis Medica beschrieben und dort nachlesbar. Mit dem Hinztergrundwissen, das ihr nun haben solltet, werdet ihr viele Köpersymptome geradezu logisch finden und sie in einen Bezug zum Wesen von Staphisagria setzen können.
Jetzt könnte oder müsste man noch die weiteren typisch ähnlichen Mittel zu Staphisagria vergleichen und differenzieren - diese wären Nux vomica, Lycopodium und Ignatia. Über Lycopodium und Ignatia ist schon ein bisschen was geschrieben worden und auch Carcinosinum wurde erörtert. Zu Nux vomica hier noch ein paar ganz kurze Worte:
Der Nux kann auch ein rechter Hitzkopf sein, aber Nux ist mehr der Praktiker. Er ist mehr erdverbunden als Staphi. Staphisagria ist idealistischer in seiner Art. Staphisagrias Erregung ist irgendwie machtloser und man befürchtet weniger Konsequenzen - der hat mehr etwas Lästiges an sich. Bei einem Nux hingegen überlegt man es sich dreimal, ob man den wirklich provozieren mag. Man spürt, dass mit dem nicht zu spaßen ist. Wenn der Nux hochgeht, dann legt man die Ohren an. Nux ist auch kein Vampir. Der kommt im realen Leben viel besser klar, als der Staphisagria-Mensch. Aber über Nux gibt es ja auch viel Gutes in Büchern nachzulesen. Ansonsten: Werft es euch für eine Prüfung ein und ihr werdet mehr über das Wesen dieses Mittels erfahrenDass Staphisagria von Mücken und Parasiten gerne belästigt wird, ist nicht weiter verwunderlich, weil durch eine gezielte Provokation (ein kleiner Stich) eine große Reaktion hervorgerufen werden kann (entsetzlicher Juckreiz, Verärgerung usw.). Staphisagria setzt hier wesentlich mehr Energie frei, als notwendig. An diesem Überschuss können sich Parasiten gütlich tun. Bei Staphisagria handelt es sich jedoch vornehmlich um Parasiten, die nicht an die Substanz gehen. Die sind zwar lästig, werden aber nicht lebensbedrohlich. Das deutet auch darauf hin, dass sich Staphisagria nicht in dem Maße aussaugen lässt, wie es z.B. bei Carcinosinum der Fall ist. Es kostet ihn schon viel Energie und es plagt ihn fürchterlich, aber es greift ihn im Kern nicht an.
Hier nun ein Rezept gegen Kopfläuse, welches ich eben erfunden habe
Einen Suppenlöffel Samen von Delphinium staphisagria im Mörser zerdrücken. Die Samenteile in einem halben Liter Alkohol für drei Tage einweichen. Dann den Alkohol abschütten und zur Hälfte mit Wasser auf einen Liter verdünnen und diesen Auszug direkt zur Haar- und Kopfhautanwendung benutzen. Gründlich damit waschen und die Kopfhaut einmassieren. Für etwa eine Stunde auf dem Kopf und in den Haaren einwirken lassen und danach ausspülen. Aufpassen: Das Zeuch ist echt giftig! Nach der dritten Anwendung sollte Ruhe sein. Ich hab das aber in Ermangelung von Kopfläusen noch nie ausprobiert und weiß auch nicht, wo man die Samen der Pflanze beziehen könnte! Alle Angaben ohne Gewähr!! Erstmal am Erwachsenen ausprobieren vielleicht. Für Schäden an Körper, Geist und Seele übernehme ich keine Haftung, bin aber sehr an den Auswirkungen interessiert, wenn es mal jemand ausprobieren sollte
Suzan kann es das Ganze natürlich auch mit Baldrian probieren
Herzlichst
Sebastian© Sebastian Richter, 29.04. 2002