Re: STAPHISAGRIA Teil VIII - PRAXIS
Geschrieben von Sebastian am 29. April 2002 22:39:20:
Als Antwort auf: Re: STAPHISAGRIA Teil VII - DER RITTER geschrieben von Sebastian am 29. April 2002 16:29:09:
Wandlungen
Es wurden mittlerweile ja schon einige praktische Tipps zur Transformation von Staphisagria-Problemen gegeben.
Die praktische Übung besteht eigentlich darin ganz bewusst Streitsituationen aufzusuchen, in denen man als Sieger hervorgeht. Die nächste Stufe wäre dies unter der Voraussetzung oder dem Ziel, eine Konfliktsituation zu lösen.Nachdem jetzt aber schon die Staphisagria-Ehestreit-Mails mich erreichen, möchte ich euch bitten, nicht unbedingt den Partner als das Übungsobjekt herzunehmen. Hey! Der Partner soll ja nicht der Punching-Ball sein, sondern er ist der Mensch, mit dem man auskommen und zusammenleben möchte.. sollte.. wollte.......
Also biiitte nicht jetzt auch noch gleich die Ehe riskierenWenn man schon die Gefühle bei sich und seinem Partner manipulieren möchte oder muss, dann sollte dies doch schon auf einen konstruktiven Ausgang gerichtet sein. Also bitte nicht sich als den 'Sieger' manipulieren und den anderen als den, der als Verlierer aus einer Situation herausgeht
Der Partner ist ja nicht ein Gegner, sondern eben der Partner- mit dem muss man ja schließlich zusammenleben. Und es gibt bestimmt genug Stinkstiefel, mit denen man sich messen und etwas üben kann. Allerdings gibt es bestimmt auch Situationen, in denen man sich innerhalb einer Ehe z.B. wirklich durchsetzen muss. Wenn man es mit einem Partner zu tun hat, von dem man seit 20 Jahren gedemütigt wird, dann könnte das allerdings Not tun, sich mal als Winner durchzusetzen.
Für solche Leute hier nochmal der Hinweis, dass sie jetzt gerade im Moment den vielleicht einmaligem Zugriff auf eine kollektive Kraft haben, nämlich in Form von Staphisagria und diesen durchaus nutzen sollten.Grundsätzlich geht es bei Staphisagria um einen ethisch-menschlichen Umgang mit Macht und somit um einen ethisch-menschlichen Umgang mit der Seele eines anderen. Es geht darum zu lernen, gegen das Muster zu kämpfen, aber nicht gegen die Person. Eine ganz schön schwierige Lernaufgabe! Man muss dazu auch zwischen Person und einem Muster unterscheiden können. Diese Fähigkeit muss auch erst erlernt werden.
Doch jetzt nochmal zur Praxis.
Jeder, der unter Staphi leidet, hat so seine klassischen, persönlichen Situationen und Reaktionen. Das bedeutet man soll die Sache mit der Gefühlsmanipulation ganz praktisch auf die eigene Situation übertragen und sich intensiv darauf vorbereiten! Genauso wie ein Ritter auf sein Turnier trainiert.
Man darf nie vergessen, das Staphisagria ein Weg ist, der am Anfang den geistigen Impuls hat. Und das Gefühl soll es entsprechend lernen mitzumachen. Das bedeutet also die Visualisation der klassischen Situation:
Man lässt den Film erstmal vor dem geistigen Auge ablaufen, wie er üblicher Weise abläuft und lässt es zu, mit den vollen Emotionen in diese Situation hineinzupurzeln. Dabei spürt man mal richtig rein, was es mit einem macht was vom anderen so rüberkommt und wie es auf ihn wirkt. Dann kurze Pause machen und erneut die Situation ablaufen lassen. Jetzt aber das eigene Gefühl hierbei verändern. Als nächsten Schritt das Gefühl des anderen verändern. Film Nr. 2 wird dann täglich wiederholt und Film Nr. 1 vergessen.
Man kann auch nach dem Film Nr. 1 abgelaufen ist, mal herzlich über die zwei Pappnasen lachen, die daran beteiligt sind. Das ist die beste Möglichkeit, solche Situationen in die Tonne zu stecken!Nach einer Weile des Trockentrainings muss man sich dann zunehmend daran machen, das Trainierte in den realen Alltag zu übertragen.
Viel Spaß dabei wünscht euch
Sebastian© Sebastian Richter, 29.04. 2002