Zum Thema Kritik
Geschrieben von Kaza am 28. April 2002 10:14:39:
Als Antwort auf: STAPHISAGRIA Teil VI - DIE SCHULD geschrieben von Sebastian am 28. April 2002 00:27:35:
Hallo Sebastian,
danke besonders für diesen Text, damit kann ich viel anfangen. Bei den anderen Texten finde ich mich zwar wieder, weiß aber nicht, wie ich es wandeln könnte und würde am liebsten nur den Kopf in den Sand stecken. Ich war gestern immer noch abwechselnd wütend auf mich selber und auf Dich und natürlich auf das Schicksal, daß es mir immer wieder zeigen muß: "Wenn Du kritisierst, bist Du böse, und dann kriegst Du 'ne Abreibung." Darum jetzt auch das Thema Kritik. Ist Kritik wirklich niemals wertvoll sondern immer nur ein Beschuldigen? Das hab ich noch nicht ganz kapiert. Wann ist meine Motivation okay, daß ich sagen kann, ich will ehrlich nur konstruktive Kritik üben und dem anderen damit nicht eins reinwürgen? Wie ist es mit Situationen, in denen man das Gefühl hat, man müsse sich wehren?
Also, ich kenne für mich leider nur zwei Möglichkeiten: Entweder ich halte die Klappe und denke mir meinen Teil, was ich oft tue, oder ich sage gleich alles schonungslos, wie mir der Schnabel gewachsen ist. Vielleicht kannst Du mir erklären, wie das Mittelmaß aussehen würde, wenn es denn eines gibt.
Und auch: was tue ich, wenn ich innerlich schon total aufgewühlt bin? Dann kann man ja wohl schlecht so tun, als sei der andere einem unglaublich sympathisch. Ich habe mich dann bisher meist unterdrückt, weil ich wußte, es bringt nichts, hier jetzt was zu sagen. Hoffe, das war nicht zu wirr.Viele Grüße
Kaza