Re: Was wäre wenn...ich meinen Senf dazugebe

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Geschrieben von Wolfi am 06. Mai 2008 17:34:45:

Als Antwort auf: Re: Was wäre wenn...ich meinen Senf dazugebe geschrieben von Aeskulap78 am 06. Mai 2008 16:50:45:

Huhu,

>Vielleicht oft auch zu beiden ... sehr viele Menschen sind noch nicht wirklich aufgeklärt. Ich selbst hab die Erfahrung gemacht, dass viele lieber in Tropfenform als in Globuli nehmen, weil ihnen Globuli lächerlich vorkommen.
>(im Sinne: "Was werden schon ein paar Zuckerkügelchen bei so einer Verletzung ausmachen??")

*hihi*, ja, der "Ruf nach dem starken Mann". Es geht halt Hand in Hand, die einen rufen ihn, wollen, daß er ihnen ihr Problem abnimmt (Verantwortung abgeben, heißt das auch), und der "starke Mann", der mächtige Kämpfer, bietet sein Rüstzeug, seine Waffen, die ja durchaus gerne genommen werden.
Sie brauchen ja vorerst auch nicht wissen, daß sie sich mittels der H. letztlich doch auch selbst geholfen haben (Hilfe zur Selbsthilfe bekommen haben sozusagen). *kicher*

>>Bei einem Kampf gibt es immer einen Verlierer, eher selten mal ein Patt. Und man muß immer auf der Hut sein, daß die Krankheit nicht irgendwann doch wieder erstarkt, besonders bei Krebs wird das ja ausführlich so geäußert (ständige Nachsorge bei Krebserkrankungen).

>Man kann es aber auch sanfter ausdrücken, mit "auf der Hut sein" hast du Recht. Aber ist der Mensch nicht ständig auf der Hut?

Mehr Mut und mehr Gewißheit, was die eigene Kraft angeht, das täte so manchem aber wohl ganz gut.

>Er wird durch seine Krankheit dann nur eher daran erinnert, vor langer,langer Zeit seine Zeichen nicht beachtet zu haben und auch daran erinnert, dass vieles schiefläuft.

Manche wachen dann sogar auf und ändern was. :-)

>"Krankheit ist weder Grausamkeit noch Strafe,
>sondern einzig und alleine ein Korrektiv; ein Werkzeug,
>dessen sich unsere Seele bedient,
>um uns auf unsere "Fehler" hinzuweisen,

Schönes Gedicht (oder Aussage). Ich würde nur nicht Fehler, sondern Problematik sagen. Viele Menschen sind so konfliktscheu, daß sie nicht einmal wahrnehmen, wo und womit sie ein Problem haben. Geschweige denn, daß sie wagen, es aktiv anzugehen und zu lösen.


>>Kämpfen denn Homöopathen? Mühen sie sich nicht vielmehr, dem Patienten Hilfe zur Selbstheilung zu geben?
>Ja, zum Glück! Behauptete ich je was anderes?

Nicht wirklich. Ich wollt's bloß deutlich herausstellen.

>
>>Mißerfolge gibt es schon, meine ich, wenn kein passendes Mittel gefunden wird, und es dem Patienten immer schlechter geht.
>Dann müsste ich schon schwerst depressiv sein. Dafür leben wir, um weiterzuforschen und nicht aufzugeben.

Ja, sehe ich auch so. Die Mißerfolge sind die Herausforderungen im Leben.


>Durch Empathie lassen sich Aggressionen aufheben, Leiden lindern, auch zwischenmenschlich, und natürlich via Kügelchen.
>Absolut, doch gibt es auch die ewigen "Zankhähne", die weiß Gott wie alt werden, die brauchen den Streit *gg* um den empathischen, friedlichen Leuten eine Aufgabe zu geben damit sie sich unter Umständen ärgern dürfen.

Es ist wohl immer noch besser, seine Problematiken im Leben zänkerisch anzugehen, als duldsam zu erleiden. Die Letzteren sterben evtl. tatsächlich früher, oder sind kränker in ihrem Leben.

Nur verursachen die Zankhähne ja auch Leiden bei anderen, und vielleicht unnötige. Wenn man sie empathisch aus diesem unzufriedenen Zustand herausholen könnte, wäre gleich mehreren geholfen. :-)))

Aber wie gesagt, ich finde gar nicht, daß man dies tun "müßte". Ich finde diesen Weg nur generell interessant. Die Aufopferungshaltung, die die Kirche predigt, gefällt mir so auch nicht. Keiner sollte Opfer sein müssen, auch nicht der Gebende oder Verzeihende.
LG
Wolfi



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