Re: Vorstellung

[ Forum für Homöopathie ]

Geschrieben von Steffie am 24. April 2008 20:48:45:

Als Antwort auf: Re: Vorstellung geschrieben von Puran am 22. April 2008 07:57:49:

Hallo Puran!
>Inzwischen bin ich an der Schule bekannt dafür, dass ich gerne "Zauberkügelchen" empfehle. Wir haben einen Arzt in der Nähe, der auf Krankenschein auch homöopathisch behandelt und zwar recht gut, den kann man den Eltern empfehlen. Ich selbst darf ja keine Verordnungen machen, aber manchmal sage ich den Eltern: Wenn es mein Kind wäre, würde ich es mit ... versuchen.

Eine Zeit lang habe ich das ganz genau so gemacht, bis ich feststellen musste, dass die Eltern, mit denen ehrliche Gespräche führen konnte in der Regel mit ihren Kindern bereits in hom. Behandlung sind. Sie geben mir dann auf Klassenfahrten etc. auch die Erlaubnis, gewisse Globuli im Notfall zu geben.
Kinder mit schwerwiegenden Verhaltensauffälligkeiten kommen bei uns sehr oft aus einem sozial schwachen und wenig kritischen Umfeld. Da bin ich schon froh, wenn die Kinder morgens nicht verprügelt in die Schule kommen oder das Jugendamt doch mal endlich in Bewegung kommt. An Globuli - auch wenn sie noch so hilfreich wären - ist da gar nicht zu denken.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man doch sehr viel tun kann - ganz legal ohne Globuli. Aber so wie ich dich verstanden habe, tust du auch genau das: Neben der aktiven Hilfe am Kind wie eine zuverlässige und warmherzige Umgebung am Vormittag zu schaffen, sind Beharrlichkeit und Zeit für Gespräche mit Kind, Eltern und Institutionen und und und auch ein Weg, mit dem man gute Erfolge erzielen kann. Oft habe ich auch erlebt, dass die Kinder in der zuverlässigen Schulumgebung ihre Verhaltensauffälligkeiten weitgehend ablegen konnten, wenn die Eltern kein Ehrgeiz-Denken in Bezug auf Noten und weiterführende Schule hatten. Und - so traurig wie es ist - 100% Erfolg ist bei diesen Kindern selten zu erzielen. Hier tröste ich mich dann mit dem Gedanken, dass der Weg das Ziel ist.

>Wir hatten einmal ein Kind, das sich nicht mehr beteiligte, nachdem es zuvor ein fröhliches, eher kesses Mädchen war. Sie schien irgendwie zu verstummen, ich vermutete Angst vor Blamage. Zuerst habe ich mit dem Kind geredet, immer wieder, gefragt, ob es sich fürchtet, ob jemand gelacht hat, ob die Mama schimpft usw. Der Arzt hat ihr Naja tripudans (C1000) verordnet und binnen zwei Tagen hat sie wieder geredet, wenn auch nicht sehr viel. Aber der Teufelskreis schien durchbrochen. Später kamen dann nach Natrium muriaticum u.a.m. hinzu.

Das ist toll - ein Gänsehaut-Erlebnis! Wie schön für das Kind und alle Beteiligten. Hast du den Auslöser für ihre Ängste in Erfahrung bringen können?

>Ich versuche selbst immer wieder, das Konstitutionsmittel der Kinder zu finden, meist mit Hilfe von Synthesis. Habe mir aber ein neues Kinder-Repertorium bestellt, auf das ich sehr warte.

Wauh - da lehnst du dich aber weit aus dem Fenster!!! Wie treffsicher bist du da? Oder bleibst du mit deinen Erkenntnissen eher in der Theorie und beobachtest weiter? Das ist auf alle Fälle ein Bereich aus dem ich mich raushalte und Fachleuten den Vortritt lasse.

Liebe Grüße
Steffi




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