Re: Vorstellung

[ Forum für Homöopathie ]

Geschrieben von Puran am 22. April 2008 07:57:49:

Als Antwort auf: Re: Vorstellung geschrieben von Steffie am 18. April 2008 16:46:07:

>Hallo Puran,
>ein herzliches Willkommen von mir im Forum. Schön, dass du dabei bist!
>Du schreibst ja spannende Dinge! Ich bin sehr gespannt auf einen Austausch. Was siehst du denn für Wege Schulangst, verstummen von Kindern, hoher Erwartungsdruck, Konzentrationsschwächen, Dyskalkulie und Legasthenie, extreme Faulheit usw. akut zu behandeln? Rätst du den Eltern eine homöopathische Therapie an, behandelst du selbst oder schickst du sie zum HP?
>Ich bin selbst auch Lehrerin (Grundschule) und Mutter dreier Kinder. Einige Zeit fühlte ich mich auch missionarisch berufen, die Homöopathie den Schulkindern zu Gute kommen zu lassen. Inzwischen finde ich es schwierig, an Eltern heranzutreten und ihnen Behandlungsmethoden für ihre Kinder näher zu bringen, weil das absolut im Entscheidungsbereich der Eltern liegt. Wenn Eltern von sich aus aufgeschlossen sind, kein Problem. Aber es gibt viele deutlich kompetentere und erfahrenere Menschen als mich zu beraten oder mehr. Würde mich interessieren, wie du damit umgehst.
>Liebe Grüße
>Steffi

Hallo Steffi,

es gibt ja oft einen Anlass, mit den Eltern zu reden, ich mache das oft und gerne. Immer wieder sind es Verhaltensauffälligkeiten, die ich mit den Eltern besprechen muss. Inzwischen bin ich an der Schule bekannt dafür, dass ich gerne "Zauberkügelchen" empfehle. Wir haben einen Arzt in der Nähe, der auf Krankenschein auch homöopathisch behandelt und zwar recht gut, den kann man den Eltern empfehlen. Ich selbst darf ja keine Verordnungen machen, aber manchmal sage ich den Eltern: Wenn es mein Kind wäre, würde ich es mit ... versuchen.
Wir hatten einmal ein Kind, das sich nicht mehr beteiligte, nachdem es zuvor ein fröhliches, eher kesses Mädchen war. Sie schien irgendwie zu verstummen, ich vermutete Angst vor Blamage. Zuerst habe ich mit dem Kind geredet, immer wieder, gefragt, ob es sich fürchtet, ob jemand gelacht hat, ob die Mama schimpft usw. Der Arzt hat ihr Naja tripudans (C1000) verordnet und binnen zwei Tagen hat sie wieder geredet, wenn auch nicht sehr viel. Aber der Teufelskreis schien durchbrochen. Später kamen dann nach Natrium muriaticum u.a.m. hinzu.
Ich versuche selbst immer wieder, das Konstitutionsmittel der Kinder zu finden, meist mit Hilfe von Synthesis. Habe mir aber ein neues Kinder-Repertorium bestellt, auf das ich sehr warte.
Früher dachte ich allerdings, man könnte noch mehr helfen, heute weiß ich, wie schon oben im Forum bemerkt, dass das eigentlich nicht ausreichen kann, die Kinder stehen derart im Geflecht von Interaktionen, ihre Schwierigkeiten sind immer eine Folge von vielen Geschehnissen, aber auch von ihrer Konstitution. Und dort kann man ansetzen, vieles kommt dadurch in Bewegung.

LG Puran



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