Re: Frage Arzneimittelprüfung

[ Forum für Homöopathie ]

Geschrieben von Shana-Alice am 20. März 2008 11:53:19:

Als Antwort auf: Re: Frage Arzneimittelprüfung geschrieben von Paulo am 19. März 2008 23:04:41:

hallo

>Am besten, Du machst eine AMP mit. Das wäre die Einweihung in etwas,

ja,würde ich gerne; das bringt aber wieder die Frage, wer entscheidet, wie gesund ich bin? Da doch jedes Mittel bei jedem individuell wirkt. Wie gelangt es da zur Allgemeingültigkeit, gibt es eine psych.+ phys. Voruntersuchung der Prüfer ? Nach der Definition im Organon?sollen AMP`s stattfinden an gesunden Menschen um das Wesen des Mittels,AMB, zu erfassen um es beim ähnlich Erkrankten einzusetzen. Bin ich aber schon ein Patient dem dieses Mittel entspricht, ist die Auswertung dann noch objektiv. Oder? Wird das dem Prüfer entsprechende Mittel vorher festgestellt? Sind Patient und Probant identisch? Oder wird der Probant in der Prüfung automatisch zum Patienten? Die 3 W-Fragen scheinen mir erst Folgefragen zu sein.

>dass man erfahren muss, um es wirklich zu verstehen.

ganz sicher ist das ein Punkt zur persönlichen Entwicklung.Zum grundsätzlichen Verstehen des Prinzips durch eigene Erfahrung, auch in die anderen AMB. Aber muß ein Behandler sich nicht hauptsächlich auf Erfahrungen anderer stützen.
Das hört sich allerdings ein wenig an wie, nur wer von der Brücke springt, weiß was der Verletzte durchmacht. Nur wer einmal Rauschmittel genommen hat, kann deren Wirkung nutzen. Der Vergleich hinkt sicher, da eine so dramatische Entwicklung sicher nicht eintritt?
Da fällt mir ein: Könnten AMP evtl. süchtig machen - nach immer wieder neuen Erfahrungen?


>Im übrigen wirst Du dadurch auch eine tiefer Einsicht in (andere)
>Arzneimittelbilder und Wirkung der Mittel bekommen. Wie sich die
>Symptome herausschälen, wie sich Leitsymptome entwickeln, was zentral
>ist an einem Mittel und was weniger und vieles mehr.


dann hänge ich gleich noch einige Fragen an:z. B. akute Symptombehandlung:
Angenommen ein Patient bekommt ein Mittel gegen akute Symptome. Das M. ist richtig gewählt und deckt somit den Fall ab. Was aber ist mit den Symptomen die dem Mittel sonst noch entsprechen?Lt. AMP. Treten diese dann als Nebenwirkung auf? Falls ja – Entwickeln N. somit ein eigenes Krankheitsbild? Werden sie dann einfach ignoriert , da diese Wirkung bekannt ist? Klingen die N. ab in der Heilungsphase? Die Wirkung des M. ist doch langwirkend. Selbst wenn es abgesetzt wird. Habe ich das falsch verstanden? Wirkt ein Mittel seinem Wesen nach nur dort wo das Krankheitsbild sowieso latent vorhanden ist? War die neue Erkrankung nie ein Thema für den Patienten, aber tiefer verwurzelt als das akute Krankheitsgeschehen, wird er trotz Aufklärung nicht misstrauisch? Was, wenn er darauf besteht die neuen Symptome zu behandeln, weil uneinsichtig? Lehnt der H. das ab? Kann das Mittel einen Charakterzug, der nie gelebt wurde, zutage fördern? Kommt der P. nicht in Konflikt, wenn er diesen nicht akzeptieren kann? subjektiv-objektiv. Muß dann nicht eine tieffundierte psycholog. Betreuung stattfinden?
(schwitz) Homöopathie ist soviel tiefgreifender als "Schnellkurse vermitteln".


>Homöopathie und AMP´s sind einerseits empirisch und andererseits phänomenologisch.
>Empirisch in dem Sinne, dass Symptome von möglichst vielen Probanden zusammengetragen und u.a. nach Häufigkeit und Eigentümlichkeit gewertet werden.
>Phänomenologisch, weil erst mal alles angeschaut und beobachtet wird, egal wie
>wo, wann und warum eine Prüfung statt findet, bzw. werden diese w´s auf Zugehörigkeit zum AMB untersucht.
>Bei einer einzigen und kleinen Prüfung können die wahrgenommenen Phänomene
>die empirisch erfassten Symptome überwiegen. Aber mit jeder weiteren Prüfung des selben Mittels, mehr Teilnehmern, Erfahrung der Teilnehmer und klarerem Setting, werden die Phänomene mit Bestand immer mehr durch die Empirik untermauert.
>Man muss bedenken, dass das was den Homöopathen in der Anamnese und somit auch in der AMP am meisten interessiert, die subjektiv wahrgenommenen Symptome des Patienten/ Probanden sind. Man ist stets bestrebt, diese zu objektivieren, die Heilmittel zu erforschen und richtig zu verschreiben. Doch gehören die beiden Seiten der Medaille, subjektive Wirklichkeit und Objektive, stets zusammen in der Homöopathie.

liebe Grüße Shana-Alice


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